Du hast zu viele männliche Hormone in Dir!

Na tolle Wurst, welche Frau möchte nicht gerne diesen Satz von Ihrem Arzt hören?!

mayr-kur-diagnose

Hey Ihr Lieben, in diesem Artikel möchte ich Euch über ein persönliches und intimes Thema von mir informieren, da Ich selber leider nur sehr wenig hierzu im Internet gefunden habe.

Vor 2 Jahren habe ich meine Ausbildung zur Industriekauffrau, 80 Kilometer von meiner Heimatstadt entfernt, begonnen. Genau vor so vielen Jahren hatte ich das letzte Mal meine Menstruation.

Nein, ich bin nicht schwanger, so viel kann ich schon einmal vorweg nehmen… und ja es hat auch seine Vorteile nicht seine Regel zu haben. Keine Unterleibschmerzen, kein nerviger Blähbauch und auch kein dramatisches Gezicke (zumindest nicht mehr als sonst auch).

Trotzdem lässt es mir keine Ruhe. Warum zur Hölle ist es bei mir anders, als bei anderen Frauen???

Schon öfters habe ich mir Antworten bei Frauenärzten geholt, um genau zu sein bei 4 verschiedenen, aber vor ein paar Tagen las ich den Beitrag von @yavi_moves, sie schrieb davon, dass bei ihren jungen Jahren die Gefahr bestehe frühzeitig in die Wechseljahre zu kommen: http://mama-moves.de/2016/08/22/kinderkriegen-schwer-gemacht-hello-again-und-wie-wir-doch-noch-schwanger-werden-koennen/

Erneut stieg in mir  Panik auf. Bin ich schon in den Wechseljahren? Werde ich jemals eigene Kinder bekommen können?

Also suchte ich wiedereinmal einen Frauenarzt auf, Frauenarzt Nummer 5. Vor diesem Termin nahm die Angst stetig zu, ich wollte mir gar nicht ausmalen was es bedeuten würde nie eigene Kinder bekommen zu können. Je älter man wird, desto größer wird der Wunsch hiernach.

Nun ein paar Tage nach dem Arztbesuch, schaffe ich es endlich diesen Beitrag zu schreiben und aufzuklären. Wie auch schon die anderen 4 Frauenärzte mir sagten, gäbe es keinen Grund zur Panik. Das einzige Problem sei, dass ich einfach zu viel Stress habe oder besser gesagt, ich mir zu viel Stress mache und mein Körper deshalb die Regel erstmal übergangsweise eingestellt hat.

Mathematisch dargestellt sähe das so aus:
Stress = Adrenalinausschüttung
Adrenalinausschüttung = Anstieg männlicher Hormone (Testosteron)

In Worten, ich habe zurzeit zu viele männliche Hormone in mir. Klasse, ich bin also männlich. Ladies nimmt Euch in Acht 😉 ! Neeeeeee, mal ehrlich, das Ufer habe ich nicht gewechselt und ich bin auch nicht männlicher als vor dem Ausbleiben der Regel. Der Grund ist ein anderer. Nämlich, dass das Leben sich verändert hat.

Wie jeder andere wurde auch ich älter. Man fängt an zu arbeiten, wird eigenständiger und ehe man sich versieht, ist man ausgezogen. Irgendwann hat sich auch meine Denkweise geändert: Mist, ich muss für mich selber aufkommen, die Zeit als Kind ist vorbei.

Das Problem hierbei ist, dass es meistens der Kopf ist, der verrückt spielt, nicht der Körper. Nach dem Abitur und dem Beginn der Ausbildung habe ich angefangen mich ständigen Druck auszusetzen. Im Kopf schrieb ich mir tausende to-Do-Listen, die ich am Tage abarbeiten wollte, aber dass das Leben nicht nur aus Arbeit besteht, rückte immer weiter in den Hinterkopf.

Zudem fing ich den intensiven Kraftsport an und konnte mich auch hier noch traurigerweise weiterem Leistungsdruck aussetzen, übrigens schüttet Bodybuilding auch sehr viel Adrenalin aus.

Nunja, dass meine Regel ausgesetzt hat, war das eine Problem, das zweite Problem war, dass ich seit dieser Zeit auch mit Fressanfällen zu kämpfen hatte. Erst vor ein paar Monaten realisierte ich, dass diese Fressanfälle gar keinen körperlichen Grund hatten, sondern eine Auswirkung meiner Gedanken waren. Sie waren die ganze Zeit mein treuster Wegbegleiter, trotz zwanghafter gesunder Ernährung. Von Ihnen loszukommen schien mir aussichtslos.

Erst als ich dann den heißersehnten Bikini-Wettkampf hinter mir hatte, fing ich an das Problem nicht mehr an meinem Körper zu suchen, sondern in meinem Kopf. Vor dem Wettkampf hatte ich Angst aus meinen bisherigen Verhaltensweisen auszubrechen, ich wollte bloß nichts wagen, wo ich zunehmen könnte. Doch danach begann die Zeit des Forschens. Ich fing an vieles auszuprobieren, sowohl im Denkverhalten, als auch im Tun.

Seitdem geht es bergauf, dass ich zugenommen habe, finde ich halb so schlimm. Vielmehr bin ich glücklich darüber, dass ich wieder die Beherrschung über mich selbst gefunden habe. Seit Monaten habe ich mich nicht mehr so überfressen, dass ich einfach nur noch kotzen wollte.

Das bedeutet mir wirklich viel, denn die damaligen Fressanfälle haben mich mental komplett aus der Bahn geworfen. Sie machten mir unheimliche Angst und überrumpelten mich mit tiefer Trauer und Selbsthass.

Leider ist meine Menstruation noch nicht zurück, aber jede Heilung braucht seine Zeit und ein Umzug weg von seiner Familie und seinen Freunden ist auch nochmal eine große Umstellung.

Trotzdem baue ich mir so langsam ein neues Leben auf mit Dingen, die auch langfristig glücklich machen und da gehört definitiv die SELBSTLIEBE dazu. Es macht wirklich total viel Spaß einen anderen Weg eingeschlagen zu haben und auf diesen werde ich Euch weiterhin mitnehmen.

Bleibt dabei,
Eure Wolfsfrei ♥

 

 

 

 

 

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