Die Sache mit dem Stress

Wie oft bringen wir den Satz „Ich bin gerade etwas gestresst“ über die Lippen? Horchen wir in uns rein, sagen wir ihn viel zu oft. Meistens in Situationen, in denen unser Kalender von Terminen nur so platzt. Am Ende bleibt uns nicht einmal eine Verschnaufspause übrig.

Die Definition sagt:

Stress wird meist als Synonym für eine hohe körperliche und psychische Belastung verwendet.

Stress wird viel zu oft verharmlost. Meiner Meinung nach kommen sehr viele Krankheiten durch Stress, eben dadurch, dass wir uns zu wenig Zeit widmen. In unserem Kopf sind nur die Gedanken für: Wäsche aufhängen, staubsaugen, die Milch ist leer, ich muss noch einen Termin bei dem Arzt machen, heute abend muss ich zum Tanzkurs… und und und..

Kennt ihr das, wenn ihr dann nicht einmal mehr die Lust/Kraft habt um Kleinigkeiten wegzuräumen?!

Dass wir uns den Stress häufig selbst nur durch unsere Gedanken machen, möchte ich gar nicht anzweifeln. Trotzdem muss ich ehrlich zugeben, dass ich im Alltag einen 10 x höheres Stresslevel habe, als am Wochenende. Grund hierfür ist logischerweise die Arbeit. Nicht nur die 8 Stunden, die die meisten von uns auf der Arbeit verbringen, müssen hierbei betrachtet werden, sondern auch die Wegzeit, die Vorbereitung z.B. in Form von „Vorkochen“ oder Kleidung waschen und zurecht legen, kommen hier hinzu. So erreichen wir in Summe eine Zeit die mehr als unseren halben „wachen“ Tag in Anspruch nimmt.

Der Wechsel vom Alltag hin zum Wochenende platzt dann bei mir häufig wie eine Bombe rein. Auf einmal habe ich Zeit, aber mein Kopf hängt noch völlig in den Wolken der planenden Gedanken. Ich habe das Gefühl mir keine Pause gönnen zu dürfen, immerhin habe ich ja jetzt Zeit am Wochenende die genutzt werden MUSS. Ich könnte, laut meiner Gedanken, die ganze Welt in diesen 48 Stunden retten (gehen wir mal nur von Samstag und Sonntag aus).

So brauche ich meistens den ersten Tag des Wochenendes um runterzukommen und ein paar Stundenkilometer langsamer zu fahren. Meine Gedanken schreien dann „Was ein ganzen Tag für sowas vergolden?! Was stimmt nicht mit dir?!“

Aus diesem Grund möchte ich in dieser Woche eine Challenge starten. Nein, ich will keine 50 Burpees täglich machen, sondern mich eine Woche lang verschärft auf meine Achtsamkeit fokussieren.

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@buddahadoodles
Mal ehrlich, wer von uns guckt beim Essen sein Essen und nicht sein Smartphone an?! Wer guckt die Menschen an, die einem entgegen kommen, statt die neuen Whatsapp-Nachrichten zu lesen?! Wer läuft nicht mit seiner Zahnbürste durch die Wohnung um nebenbei irgendwas wegzuräumen?!

Ja, das tun wir alle. Wir rennen und rennen, planen und planen und am Ende haben wir nichts Gegenwärtiges genossen. In meinem Kopf male ich mir manchmal mein Bett aus in dem ich eine tolle Serie gucken will und am Ende liege ich dort und starre auf mein Handy, statt die Serie wirklich zu verfolgen.

Wie möchte ich nun meine Challenge angehen?

Ganz ehrlich? So richtige Regeln will ich mir gar nicht machen, denn ich hasse Regeln! Ich möchte einfach versuchen:

  • Beim Gehen nicht aufs Handy zu gucken
  • Wirklich einfach nur Zähne putzen
  • Essen und darauf achten, wie es schmeckt und wann ich wirklich satt bin
  • ODER essen, wenn ich wirklich hunger habe
  • Spazieren gehen, wenn mein Herz sich danach sehnt und nicht anzufangen irgendwas zu putzen
  • Beim Duschen darauf achten, wie das Wasser sich auf meiner Haut anfühlt
  • Einkaufen gehen und das Handy in der Tasche lassen

Eigentlich könnte man alles auflisten, was man am Tage so macht, nur eben, dass man halt dabei den Fokus darauf legt ohne sich mit was Zweitem zu beschäftigen. Ich möchte Euch auf jeden Fall gerne von meiner Erfahrung berichten.

Also bleibt dabei,
Eure Wolfsfrei ♥

 

Ps: Ich bin kein Smartphone-Hasser, nur sind wir durch unser Handy meist einfach noch an 100 anderen Orten, obwohl unser Körper sich wo anders befindet. 🙂

 

 

 

Ein Gedanke zu „Die Sache mit dem Stress“

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