Klartext

Die Bedeutung meines Tattoos, Ängste, Essverhalten, Selbstliebe

Hey Ihr Lieben,
kennt Ihr noch meine Blogbeiträge in denen ich damals über Essanfälle geredet habe? Puhhh, das ist schon echt lang her und seitdem habe ich mich eher auf andere Themen spezialisiert. Heute ist aber so ein Tag an denen ich mal wieder über vieles reden will, was sonst nicht an die Oberfläche gelangt.

Bedeutung Tattoo

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Vor kurzem habe ich mir mein ersten Tattoo stechen lassen. Es ist ein kleines Blatt auf dem linken Arm um genau zu sein ein Birkenblatt. Für mich hat die Birke ganz viele Bedeutungen. Zum einen ist sie ein Baum dem es gelingt dort zu wachsen wo andere Bäume es aufgrund der Gegebenheiten nicht schaffen zu wachsen. Zum anderen, was für mich entscheidener war, wurden früher der Göttin Freya Birken als Zeichen der Dankbarkeit geopfert. Wer zur Hölle ist Freya?! Freya ist für die Wikinger die Göttin der Liebe, Fraulichkeit und Ehe gewesen.

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Somit habe ich mir mit dem Tattoo ein Zeichen dafür gesetzt, dass es toll ist eine Frau zu sein. Wo einhergeht an seine Selbstliebe zu glauben und Stärke aber auch Schwäche zeigen zu dürfen. Sich nicht verbiegen zu müssen, sondern so zu Leben, was einem das Herz ins Ohr flüstert. Darüber hinaus liebe ich die Natur und was ist da passender als ein Blatt als Symbolik? 🙂

So kann ich mir je nach Lust und Laune eine dieser drei Bedeutungen aussuchen und erzählen, wenn mich jemand danach fragt für was das Tattoo steht.

Übrigens fand ich es auch erstaunlich, als meine Mutter mir erzählt hat, dass unsere linke Seite des Körpers für die Fraulichkeit und die Rechte für die Männlichkeit steht. Ich habe einfach so meinen linken Arm gewählt ohne weiter darüber nachzudenken. Meine Mutti ist der Astrologie etwas verfallen und hat mich auch damit angesteckt, aber psst 😉

Essanfälle/Selbstliebe

Komme ich nun zu einem ganz anderen Thema, nagut so vollkommen entfernt ist es auch nicht. Meistens ist vieles in unserem Leben wie ein Spinnennetz. Die Fäden greifen ineinander und wo wir eine Stelle berühren, fängt auch ein anderer Faden an sich zu bewegen.

Ich glaube wir alle beschäftigen uns ständig mit unserem Essverhalten. Jeder von uns möchte insgeheim die „perfekte“ Ernährung haben: 1. Dann zu essen wenn er hungrig ist. 2. Aufzuhören, wenn er satt ist. 3. Sich automatisch für die gesunden Lebensmitteln entscheiden.

Klappt nur eben halt nicht immer, automatisch suchen wir nach einem „Weg“ wodurch wir denken, dort anzukommen wo alles perfekt läuft. Vegane Ernährung, Paleo Diäten, Low-Carb Diäten, Rohkost, Vegetarische Ernährung, Verzicht auf Milchprodukte, Verzicht auf Gluten, Verzicht auf Zucker und und und. Ohja, es gibt fast schon weitaus mehr Theorien zum Essen als zum Urknall ^^.

An was zur Hölle soll man da noch glauben? Ich habe schon sooooooooooo vieles im Internet gelesen. Zum Beispiel auch von einer Frau die vollkommen auf Zucker verzichtet hat. In ihrem Blog schrieb sie darüber, wie sie im Restaurant immer zum Kellner sagte, dass sie eine Fruchtzucker-Unverträglichkeit habe, um so auch keine Früchte und somit Zucker serviert zu bekommen.

Wie oft hören wir das Weizen grausam sei? Ohja, der Weizen ist überzüchtet. Er ist so manipuliert wurden, dass er nur noch wachsen soll und nicht mehr den Effekt wie früher hat und somit Heißhunger und Bauchweh verursacht. Darüber hinaus ist Gluten ein fettgeschriebener Übeltäter. So bleibt uns die Freude auf ein Brötchen am Wochenende oftmals im Halse stecken.

Der fiese Milchzucker soll uns Pickel und dick machen. Jaja, Veganer reden immer wieder davon, wie komisch es doch sei, dass wir Menschen Kuhmilch zu uns nehmen und wer zur Hölle auf die Idee kam an einer Kuhzitze zu saugen .. Ja, die Vorstellung ist schon komisch :D. Aber gucken wir in die Regale der Lebensmittelindustrie, sind Milchprodukte fast schon nicht mehr wegzudenken. Lieber sollten wir doch Soja essen. Dass Soja aber viele Menschen noch weniger vertragen, wird dabei außer Acht gelassen.

Kommen wir zu den dicken Kartoffeln.

Kartoffeln waren schon früher heiß begehrt bei den Deutschen. So ein frisch gestampfter Kartoffelbrei von Mutti übertrumpft so manches Gourmetessen. Nun soll die Kartoffel aber durchaus dick machen, da sie Heißhunger erzeugen kann. In einer anderen Theorie heißt es aber wiederum, dass wir Deutschen lieber Kartoffeln statt Reis essen sollten, da wir Kartoffeln schon viel länger auf unserer regionalen Speisekarte haben und vertragen. So würden Afrikaner eher Reis vertragen, weil sie Kartoffeln nicht seit Jahrzehnten gewohnt sind.

Ich könnte noch soooo viele Dinge aufzählen die ich seit Jahren aufgeschnappt habe, dabei habe ich noch nicht einmal die Mehr-Fisch-Weniger-Fleisch-Theorie aufgezählt ..

Man sieht, dass die Themen über das Essen uns immer wieder frisch aufgetischt werden. Und jetzt soll man als Mensch noch ein „normales“ Essverhalten hinbekommen?

Was zum Teufel darf jetzt nach diesen 100.000 Berichten noch als „normal“ bezeichnet werden?! Manchmal kommt mir wirklich das Kotzen..

Essstörungen

Kein Wunder, dass wir aus diesem ganzen Mediensturm an Essstörungen leiden. Sobald wir täglich Schokolade essen, denken wir, dass wir eine Zuckersucht haben und unsere Ernährung umstellen müssten. Haben wir Hunger auf eine Pizza denken wir gleich, dass wir zu den „fettleibigen“ der Gesellschaft hören.

gesunde Ernährung
Bin ich jetzt der „Fette“ wenn ich einen Kuchen esse?

Ich glaube wir Frauen sind sogar weitaus anfälliger für solche Themen als Männer. Männer denken meist „Och ein Döner wäre jetzt nice, dann hol ich mir mal einen“. Die Frau „Oh warum hab ich jetzt Lust auf Döner? Oh man, das sollte doch gar nicht sein. Das Brötchen enthält Weizen, die Sauce enthält Milchprodukte/Zucker, das Fleisch besteht aus „ungesunden“ Fetten ….“. Am Ende wird dann eine Gemüsepfanne gegessen, die uns nicht befriedigt und selten folgt ein Essanfall, weil wir nicht auf unsere innere Stimme gehört haben.

Wie ist jetzt nun mein Essverhalten?

Ehrlich gesagt, ist mein Essverhalten wie das Wetter. Jeden Tag unterschiedlich. Es gibt Tage an denen ich die Ernährungspyramide akribisch verfolge und Tage an denen ich auf alles „scheisse“.

Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich keine „Essanfälle“ mehr hätte. Für mich wird Essen immer eine gefühlsintensive Bedeutung haben. Klingt etwas merkwürdig, aber ich verbinde Essen mit sehr viel. Zum einen liebe ich es frisch zu kochen und sein eigenes Essen zu genießen, zum anderen möchte ich am liebsten gar keine Lust auf Essen haben und dass ich es auch wie andere Menschen einfach mal vergessen könnte zu essen, was bei mir einfach wirklich noch nie vorgekommen ist.

Manche Tage denke ich, dass mein Essverhalten einer 200 Kg schweren Frau entsprechen würde die mit einem Kran aus ihrer Wohnung gehoben werden muss. Manche Tage bin ich von der somatischen Intelligenz 100% überzeugt und esse das worauf ich Lust habe.

Ja es ist ein ständiges Hin und Her ..
Es ist immer nicht leicht solche Themen zu veröffentlichen. Aber es gibt eine Person in meinem Leben die mich immer unterstützt und sich meine „Probleme“ seit Jahren anhört. Und tadadaa sprechen wir unsere Ängste aus, merken wir, wie „mikrig“ sie doch eigentlich sind. Ich möchte Dir an dieser Stelle wirklich danken ♥.

Manches Mal bin ich so davon überzeugt, dass ich in eine Klinik für Essgestörte aufsuchen müsste, dann erzähle ich dir was mich belastet und du sagst mir, dass ich doch einfach glücklich sein sollte, einfach das essen sollte, worauf ich Lust habe und nicht mein Leben nach einem Plan leben sollte und schwupp denke ich mir „Sarah du hast doch gar keine Essstörung es ist doch alles gut“.

Vielleicht kann ich hier auch anderen Mut machen. Sprecht doch mal mit euren Lieben über eure Ängste. Oftmals zermalmen wir unseren Kopf über schreckliche Dinge. Wir steigern uns richtig hinein und fallen in einen dunklen Teufelskreis. Sprechen wir es aber aus, fällt eine 100-Kilo-Last von unserem Rücken. Wir fühlen uns leichter und sehen Sonnenschein.

Ich glaube wir haben alle solche Momente. Ob auf das Essverhalten bezogen, Verlustängste oder Angst davor zu haben zu scheitern. Das wichtige ist aber, dass wir nicht vergessen dürfen, dass wir Menschen gefühlsintensive Lebewesen sind. Unsere Gedanken ähneln sich so oft und wir dürfen nicht denken, dass es anderen nie so gehen würde wie uns.

Stattdessen können wir uns gegenseitg unterstützen.  Und ja, auch wenn wir denken, dass wir in einem Punkt „schwach“ seien, sind wir es in definitiv in anderen Punkten nicht und das finden andere an uns beeindruckend.

So helfen uns auch immer wieder Hobbies die unsere positive Gefühlswelt untersützen. Gerade an schlechten Tagen sollten wir unsere Verbissenheit verlieren und einfach Dinge tun die uns zum Lachen bringen.

Ich hoffe, dass Euch dieser Beitrag gefällt und mache an dieser Stelle erstmal Schluss.
Ehrlich gesagt saß ich anfangs hier noch mit Groll und jetzt fühle ich mich viel „leichter“. Grund genug um mal wieder öfters solche Themen aufzufassen.

Also bleibt dabei,
Eure Wolfsfrei♥

PS: Danke an Euch!

 

 

 

Ein Gedanke zu „Klartext“

  1. Dein Schreiben ist eine Art der Eigentherapie. Durch Schreiben kann man sich die Wut aus dem Bauch rausschreiben. Wir sollten täglich schreiben, was uns stört im Leben oder was uns gefällt. Wer schreibt, der muss sich selbst beim Denken zuhören und sind wir nicht selbst unsere besten Zuhörer? Wenn dann ander noch unsere Gedanken lesen und uns bestärken, dann kann das eine große Lebenshilfe sein. Du schreibst gut, hast einen brillianten Stil. Ich sag das nicht jedem. War schön, dich hier mal zu besuchen. Halt die Stellung und pass auf dich auf 😉

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