Tag 2

Schwupps..

Der zweite Tag ist um.

Der Morgen war ehrlich gesagt richtig schön. Dieses ganze Ding mit der Achtsamkeit lässt mich ziemlich runterfahren. Dadurch, dass man eine Sache anfängt und auch zuende bringt, fühlt man sich so als hätte man viel mehr am Tag erreicht. Ist ja auch logisch..

Oftmals führt es einfach zu Stress, wenn wir in unseren Köpfen mehr und mehr auf unsere To-Do-List schreiben, statt erstmal die kleinen Schritte zu gehen. Ja, man kann auch durchaus stolz auf sich sein, wenn man nur einkaufen war. 😀 Immerhin sind das auch nicht mal eben paar Minuten.

Es gibt auch sehr viele Möglichkeiten Stress abzubauen, im umgekehrten Sinne → seine Achtsamkeit auf das Hier & Jetzt zu richten. Hierzu eine kleine „Sarahs-Tipps-Liste“:

  1. Spazieren/Joggen gehen
  2. Die Bibliothek besuchen
  3. Im Bett liegen und mit geschlossenen Augen Musik hören
  4. Sportarten ausleben, die Achtsamkeit auf den Moment voraussetzen
  5. Malen
  6. Essen/ in Cafés gehen
  7. Alle Tätigkeiten mit Freunden/Familie

Geh ich mal kurz darauf ein…
Bei 1. meine ich nicht, dass Joggen oder Gehen auf Zeit. Sondern, das Rausgehen und Stehenbleiben. Sehen wir eine schöne Blume bleiben wir stehen und gucken sie uns an. Sehen wir eine See/Teich/Fluss bleiben wir stehen und gucken ihn uns an. Sehen wir einen neuen Weg, der uns interessant vorkommt, gehen wir ihn lang. Nein, wir sind keine alte Oma, wenn wir das tun. Wir genießen dann eben den Moment. Besonders toll, ist es im Wald auch mal einen tiefen Atemzug zu machen und festzustellen wie der Wald riecht.

Die anderen Dinge sollten wirklich ohne Handy gemacht werden. So bleibt der Fokus auf den Punkten. Bei 4. gibt es sehr viele Möglichkeiten Sport zu machen, der uns ins Jetzt holt, wie Teamsportarten, bei dem wir auf unsere Mitspieler achten müssen oder, ja es ist so klischeehaft, Yoga. Es kann aber jede Sportart sein, wichtig ist nur, dass wir aufmerksam sind, wie sich unser Körper anfühlt, wie sich die Geräte anfühlen oder wie z.B. beim Schwimmen das Wasser durch unsere Hände  gleitet.

So viel erstmal zu der Liste…

 

Zurück zu meinem zweiten Tag:
Ich bin gestern Motorrad gefahren, was mich komischerweise immer richtig runterbringt, solange ich nicht im Stau stehe. Jedenfalls MUSS man einfach beim Motorrad fahren seine Sinne schärfen, sonst kann es durchaus lebensbedrohlich werden. Darüber hinaus sieht die Umwelt, durch den Helm, einfach komplett anders aus. Man spürt durch die Kleidung die Sonnenstrahlen oder eben auch die Kälte. Ich liebe es einfach :).

Außerdem bin ich mit dem Fahrrad umher gefahren ohne bestimmtes Ziel, ich hab mir angeguckt, was der Frühling so bisher geleistet hat und die Menschen angelächelt die mir entgegen kamen.

Durch die Schichten hat man meistens Freizeit, wenn andere arbeiten müssen, was ich aber gar nicht mal so schlimm finde. Ich verbringe gerne Zeit mit mir selbst. Ehrlich gesagt, haben viele Menschen Angst davor „allein zu sein“, dabei gibt es doch nichts schlimmes daran. Nur so spüren wir, was gerade in uns „abgeht“ und können Gedanken verarbeiten oder wahrnehmen. Also war es für mich auch kein Problem „allein“ Essen zu gehen.

In Allem waren nicht all meine Sinne gestern im Hier & Jetzt, dennoch fühlt sich die ganze Sache echt gut an und ich bin auf den heutigen Tage gespannt.

Bleibt dabei,
Eure Wolfsfrei♥