Wo ist der rote Faden meines Lebens?

Lang ist es her, dass ich mich hier gemeldet habe.. wenn ich es erklären müsste, dann lag es wohl daran, dass ich selbst der Meinung war/bin, dass meine Beiträge zu „langweilig“ für die Öffentlichkeit seien..

Eigentlich hatte ich einen super Beginn in den sozialen Medien. Ich wollte etwas verändern. Ich wollte, die Selbstliebe zelebrieren und den Menschen Freude bereiten, doch dann hat mich meine Motivation verlassen und immer, wenn ich wieder mit den Gedanken gespielt habe, weiterzumachen, kamen Selbstzweifel dazu.

Zum einen ist es immer eine Hürde hier über seine Dämonen zu schreiben und sich damit bloßzustellen und zum anderen fühlte ich mich irgendwann so, als dürfte ich nicht mehr über Selbstliebe schreiben, wenn ich sie im Moment so wenig selbst erfahre..

Und genau jetzt sitze ich hier und habe meinen Mut wiedergefunden! Meinen Mut, Dinge anzusprechen, die selten Menschen aussprechen und das ist genau das, was eben nicht langweilig ist, sondern ECHT.

Kennt ihr das Gefühl, dass man nicht weiß wo das Leben hinführt, man aber trotzdem damit „cool“ ist, weil man eine innere Sicherheit hat?

Ja? Cool. Das Gefühl kannte ich auch. Ja, kannte.. in letzter Zeit fühlt sich alles eher grau an. Undurchsichtig grau. Alle kreativen Ideen, die in mir auflodern, erlöschen genauso schnell wieder wie sie aufgetaucht sind.

Vieles fühlt sich einfach sinnlos an und ich kann nicht einmal sagen wieso. Dazu kommt eine Dauermüdigkeit, die ich seit Wochen nicht in den Griff kriege. Das Leben dreht sich zu schnell und ich komm nicht hinterher.

Klingt fast schon so als hätte ich Depressionen, aber ich weiß nicht oder ich denke einfach nicht, dass es schon so „schlimm“ ist..

Jedenfalls werde ich mir Hilfe suchen. Ich merke förmlich wie meine Selbstzweifel wachsen und dabei war ich vor ein paar Monaten noch ein richtiges Strahlekind. Wo wir schon dabei sind, kann ich auch direkt alles raushauen.

Meine Haut sieht aus wie ein Minenfeld. Akne ist ne Hure. Ich habe nur einfach das Gefühl, dass ich sie habe, weil mir die innere Ruhe fehlt.. genauso wie mein Zähneknirschen zurückgekommen ist.

Kaffee soll übrigens Akne verschlimmern und vor ein paar Wochen habe ich mein geliebtes Heißgetränk hinter mir gelassen. (Vielleicht kommt noch ein anderer Beitrag dazu, aber nur vielleicht.) Mit Zucker und Weizen habe ich noch meine Schwierigkeiten.

Ja, meine Ernährung ist mal wieder eine Katastrophe und da kommen wir zum nächsten Thema. Wenn ich einen Psychologen gefunden habe, werde ich endlich mal mein Verhalten zum Essen „aufräumen“. Von Jugenddiäten, zum Moppel, vom Bodybuilder wieder zum Moppel.

Häufiger wurde mir schon gesagt: „Was? Ich dachte du seist jetzt zufrieden in deinem Körper und du lebst das jetzt aus..“

Uff..

Ja, irgendwie war ich es auch. Zum Beispiel letzten Sommer. Ich habe nicht diätet, keine Kalorien gezählt und habe mich sau wohl gefühlt. Dieses Gefühl ist nur leider nur noch selten bei mir Zuhause.

Und das Schlimmste daran ist, dass ich immer wieder daran denke Kalorien zu zählen, mir Essenspläne zu machen und jeden Tag zum Sport zu rennen. Mein Verstand sagt mir aber, dass ich dann genau da wäre, wo ich schon einmal war und dass mich das niemals zu meinem persönlichen Glück bringt.

Denn dann denke ich wieder nur ununterbrochen an Kalorien, vergewaltige Kaffee um fit zu sein, sage Essen mit der Familie ab, weil ich Angst habe zu viel zu essen und am Ende habe ich wieder mit meinen alten Freunden, den Essanfällen, zu kämpfen..

All das will ich nicht. Doch all das klingt so verlockend. Immer wieder verkörpern schlanke Menschen, dass es ihnen gut ginge, dass ihr Leben im Einklang wäre, dass sie sich nicht verstecken müssten und nur „gute Tage“ kennen würden.

Aber ist das wirklich so? Bei mir war es das auf jeden Fall NICHT. Und trotzdem bleiben solche Gedanken in einem wie ein Virus, den man nie zu 100% bekämpfen kann..

Was mir aber ganz sicher gut tun wird, ist der Wechsel meines beruflichen Werdegangs. Ich habe mir ganz fest vorgenommen irgendwann sehr viel hierzu preiszugeben, aber jetzt ist noch einfach nicht die Zeit.

Aber eins kann ich sagen: Wenn man sich beruflich im Leben gerade sehr sehr unwohl fühlt, dann hat das natürlich Auswirkungen auf die geistige Ruhe..

.. wie gesagt, irgendwann ist die Zeit da, wo ich hierzu mehr sagen möchte.

Ja, so schaut es gerade bei mir aus, erklärt wahrscheinlich auch warum ich bei Instagram eher inaktiv bin im Gegensatz zu früher. Aber ich fühle mich manchmal auf der Plattform überfordert und unwohl. Sie ist ziemlich unpassend für einen sensiblen Menschen.

Und dann denke ich mir auch immer, wie soll ein Mensch, der selbst zurzeit so instabil ist, anderen Menschen helfen können?!

Auch wenn ich unglaublich tolle Menschen um mich rum habe, bleibt man am Ende mit seinen Gedanken allein.

Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten, sie fliehen vorbei wir nächtliche Schatten..

 

Soweit so gut.

Schön, dass du da bist ♥ und danke, dass du dir die Mühe gemacht hast diesen Text zu lesen.

Bleib dabei,
deine Wolfsfrei ♥

 

 

Macht Geld gesellschaftlich?

Hey :),
wahrscheinlich bist du gerade von Instagram auf meine Webseite gekommen.
Wenn das der Fall ist, heiße ich dich herzlichst willkommen und es freut mich, dass du vorbeischaust.

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Photo by Pixabay on Pexels.com

Für die einen ist Geld nichts Wichtiges für die anderen ist es wie ein Schal, der zu eng um den Hals gebunden ist.

Für die Menschen, die sagen, dass Geld nichts Wichtiges sei, ist es meistens so, weil sie keine Probleme damit haben. Entweder: Sie leben am Nordkap und versorgen sich selbst durchs Jagen, Angeln und Bäume fällen oder (was wahrscheinlicher ist) sie haben einfach genug Geld und müssen nur selten ihre Kosten durchkalkulieren.

In diesem Beitrag möchte ich nicht auf die Armut in Deutschland hinweisen oder wohlhabendere Menschen kritisieren.

Mir geht es um was anderes: Nämlich wie gesellschaftlich man mit viel oder wenig Geld ist.

Wir leben in einem Jahrhundert, in dem schier nichts unmöglich scheint. Man kann zum nächsten Kontinent fliegen, mit Delfinen schwimmen gehen, in einem Eishotel übernachten, seine Kindheitshelden live im Disneyland sehen oder ein Festival-Wochenende mit hunderttausend Menschen verbringen.

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Photo by Cameron Casey on Pexels.com

Manchmal frage ich mich, ob das Leben früher besser war, als noch nicht alles so „einfach“ möglich war. Als man im Dorf seine Gemeinschaft hatte und sich dort das Leben abspielte.

Irgendwie sind wir doch schon zu einer komischen Gesellschaft mutiert: einer stinklangweiligen und versnobten ..

-Warum muss man auf überteuerte Festivals fahren um mal „frei“ zu sein. Um mit anderen die Musik und die Liebe zu genießen?!

– Warum muss man in „den“ Urlaub fahren um anderen die Erlebnisse unter die Nase zu reiben … man gucke sich Island an. Die Insel war schon vorher toll, aber jetzt muss Gott und die Welt dorthin um sagen zu können „Boah, ich bin so viel besser als du, weil ich dort war.“

– Warum hat jeder Mensch eine verfickte Bucket List?

– Warum kann man nicht vor Ort Spaß haben?

– Warum muss immer alles Geld kosten?

Ok, Butter bei die Fische – Ich bin ein Mensch, der schon versucht, ohne Geld und viel Aufwand, Spaß zu haben, z.B. Geocaching. Es ist eine Sache bei der man eigentlich nur ein Handy braucht und einmal im Jahr 30 € zahlt.

Man hat viel Freude und fühlt sich wie ein kleiner Entdecker.

Geocaching: Ist eine Art Schnitzeljagd, in der es darum geht, an den verschiedensten Orten Cashs zu suchen und sich in diese schriftlich einzutragen. Cachs sind meistens kleine Filmdosen, die eine Zettelrolle beinhalten. (So jedenfalls die Kurzfassung.)

Ich fahre gerne Fahrrad oder Inliner, gehe wandern und im Sommer am liebsten in der Natur schwimmen.

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Oder hier habe ich mit Freunden an einer Talsperre den Abend mit mitgebrachtem Essen verbracht. ♥

Aber ehrlich gesagt, sind das meistens alles Aktivitäten, die ich mit meinem Freund mache oder mit nur sehr wenigen Menschen.

Wenn man sich die „Masse“ anguckt, ist es doch eher so, dass man dazu verleitet wird Geld auszugeben. – Klar, könnte man sagen: „Mach ich nicht, ich gebe dafür kein Geld aus.“ Aber, wenn wir mal ehrlich sind, schießt man sich damit ins eigene Tor.

Viele Aktivitäten kosten einfach Geld und sogar sehr viel Geld.
Allein ins Kino zu gehen, mit Popcorn und Getränk, kostet ca. 20 €.

Ein alter Arbeitskollege von mir, tourt wöchentlich durch Deutschland um in Clubs zu gehen, in denen sich das Leben abspielt, dazu kommen noch mehrere Festival-Besuche. Ich finde das ziemlich cool, aber wenn man nicht gut verdient, kann man sich solch einen Lebensstil nicht leisten. Allein die Preise vom Tomorrowland sind so obzön, dass von einem Ticket eine Kleinfamilie sich einen Monat lang Essen kaufen könnte.. (225 € – 285 €, wenn nicht sogar mehr) und diese Preise steigen jährlich an.

Die Veranstalter wissen einfach, dass viele Leute „dumm“ genug sind sich Tickets zu holen. Ist irgendwo auch verständlich, denn viel Leben spielt sich hier nicht in der Umgebung ab .. meistens bekommt man die Menschen nur mit Kommerz aus ihren Löchern .. #sorrynotsorry

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Photo by Vishnu R Nair on Pexels.com

Ich war bereits auf dem Tomorrowland und ich fand es einfach krass. Krass teuer. Eine einfache scheiss Pommes hat 7 € gekostet. Jeder DJ klang am Ende gleich und hundert Mal wurden die selben Lieder gespielt. Zum Schluss bin ich sogar noch früher abgehauen, als David Guetta es nicht geschafft hatte, auf seiner Anlage „Play“ zu drücken.. achja und eins kann ich sagen: Es hat dort die ganze Zeit widerlich gestunken, weil jeder geschwitzt und seinen Alkoholfurz rausgelassen hat.

Ich kann aber auch nicht verneinen, dass es Festivals gibt, die mich immer noch reizen würden und natürlich ist das alles Geschmackssache! Aber man muss eben gucken, wie viel man dafür ausgeben möchte, dass ein gehypter DJ auf seinem Laptop Play drückt ..

Meiner Meinung nach ist heutzutage vieles kommerziell. Das Wochenende muss so verbracht werden, dass man anderen berichten kann, was man tolles gemacht hat. Wenn ich erzähle, dass ich wandern war, wird es meistens mit einem „ok“ abgefertigt. Dass man dabei aber mega coole Sachen erleben kann, ist vielen nicht bewusst.

Man gucke sich die Rappbodetalsperre an. Dort sammeln sich durch die Hängebrücke und der Megazipline Gott und die Welt .. Mit friedvoller Natur hat das nichts mehr zu tun. Einen Parkplatz dort zu finden, kostet nicht nur 4 €, sondern auch viele Nerven.

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Hängebrücke Rappbodetalsperre : http://www.harzinfo.de

Auch in Bad Harzburg finde ich die Preise des Baumwipfelpfads mit 8 € unverschämt. Ich habe das Geld einmal dafür ausgegeben, aber gelohnt hat sich das, meiner Meinung nach, nicht.

Der Harz ist immer wieder ein schönes Beispiel dafür, dass sich die Menschen dort tummeln, wo man Geld ausgeben kann: Hexentanzplatz Thale, Rappbodetalsperre, Bad Harzburg, Torfhaus, Hahnenklee, Wurmberg …

Natürlich habe ich auch viele Attraktionen vor Ort besichtigt, aber für mich gibt es eine persönliche Regel:

Es gibt Dinge, die toll sind und Geld kosten dürfen, aber nur dann, wenn ich das nicht immer brauche und dann, wenn sich nicht zu viele Menschen dort tummeln.

Immer, wenn ich wo war, wo sehr viele Menschen sind, bin ich danach sehr erschöpft und muss mich durch Ruhe und kühle frische Luft wieder aufladen.

Ich fahre Motorrad, was auch ein super teures Hobby in der Anschaffung ist. Viele Motorradfahrer fahren am Wochenende durch den Harz und ein heißer Treffpunkt ist das Torfhaus. Mir ist das immer zu viel Getümmel und meistens vermeide ich am Wochenende in den Harz oder zumindest die starkbefahrenen Strecken zu fahren .

Wahrscheinlich bin ich oft genug auch ein Mensch, der sich im Konsumverhalten nicht von anderen unterscheidet. Dennoch versuche ich die Zuckerpfützen, an denen sich die Ameisen sammeln, zu vermeiden.

Ich mag es gesellschaftlich zu sein, aber ich mag es nicht, wenn es überteuert und ohne Wertschätzung ist. Manchmal bekomme ich ein ganz beklemmendes Gefühl, wenn ich auf Veranstaltungen bin, wie zum Beispiel dem Schützenfest. Dann fühlt es sich so an, als wären wir hirnlose Mast-Schweine .. die ihren Hals nicht voll kriegen und mich selber schließe ich nicht aus .. vielleicht kennst du derartige Gefühle.

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Aber ich will nicht nur meckern. Es gibt auch Sachen, die ich wirklich super finde oder fand.

Zum Beispiel war ich mal auf der Ideen-Expo und dort traten kostenlos verschiedene Künstler auf. Das war einfach total schön, wie meine Mum und ich zu Bosse getanzt haben.

 

Später waren wir nochmal bei ihm auf einem Konzert und ich muss sagen, dass er tolle Gefühle mit seinen Konzerten erschafft. Leichtigkeit und Liebe. Abseits von Konsum und „wer ist der Beste hier“.

Aber wahrscheinlich geht es anderen so, wenn sie auf dem Tomorrowland sind, wie gesagt, es ist alles meine subjektive Meinung.

Was ich mit diesem Beitrag einfach sagen möchte: Ist, dass ich es schade finde, dass sich das Leben meistens dort tummelt, wo man Geld ausgibt und dass es in der Kindheit einfach anders war.

Dort hatte man sich draußen aufm Spielplatz getroffen und die besten Tage überhaupt erlebt. Seine 2 € Taschengeld hat man vielleicht mal beim Kiosk für ne bunte Tüte ausgegeben, aber das war’s auch schon.

Man brauchte kein Entertainment, man war selber die Unterhaltung.

Wäre doch schön, wenn sich das alles wieder ändern würde …
und man nicht „ausgestoßen“ wird, wenn man kein Geld hat.

PS. Es ist auch schade, dass sich derzeitig viele Leute in Shisha-Bars treffen. Für mich ist das einfach nichts. Allein schon die Musik, die in solchen „Bars“ abgespielt wird, ist für mich eine Strafe (Bausa, Capital Bra und wie sie alle heißen). Dazu kommt, dass man sein Geld für irgendeine Chemie-Scheiße ausgibt und nur doof rumsitzt.

So #hatersgonnahate

Bleib dabei,
deine Wolfsfrei ♥